diabetes-world.net: Intranasales Insulin: Männer nehmen ab, Frauen zu

17.06.2005, 10 Uhr


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Von Redaktion diabetes-world.net

Einer Forschungsgruppe der Universität Lübeck ist der Nachweis gelungen, dass durch intranasales (durch die Nase aufgenommenes) Insulin einen unterschiedlichen Effekt auf den Körperfettanteil von Männern und Frauen hat. Während der von Männern sinkt, steigt der von Frauen.

Über einen Zeitraum von acht Wochen wurden zwei Gruppen à 20 gesunden Testpersonen (jeweils zwölf Männer und acht Frauen) intranasales Insulin (4 x 40 IU/Tag), bzw. ein Placebo verabreicht. Nach der Aufnahme durch die Nase, tritt Insulin in die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (cerebrospinale Flüssigkeit) über und verändert dort die Hirnfunktionen. Dabei tritt es jedoch nicht in größeren Mengen in den Blutkreislauf über.

Die Männer, die in dieser Zeitspanne Insulin aufgenommen haben, reduzierten im Durchschnitt ihr Körpergewicht um 1,28 kg, ihr Körperfett um 1,38 kg und ihren Hüftumfang um 1,63 cm. Außerdem sanken ihre Plasma-Leptinspiegel um 27 Prozent.

Das Testergebnis bei den weiblichen Probanden, die mit Insulin behandelt wurden, verlief allerdings gegensätzlich: Bei ihnen wurde aufgrund der Zunahme des extrazellulärem (also außerhalb der Zellen befindlichen) Wassers eine Erhöhung des Körpergewichts um durchschnittlich 1,04 kg festgestellt.

Somit hat die Studie erwiesen, dass die Insulinwirkung geschlechtsspezifische Unterschiede aufweist und Insulin auch beim Menschen (zumindest bei Männern) als negatives Feedback-Signal in der Regulation der Adipositas agiert.

Für ihre Arbeit erhielt die Lübecker Forschungsgruppe von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft den mit 2.600 Euro dotierten Silvia-King-Preis.


Quelle:
Hallschmid H, Benedict C, Schultes B, Fehm HL, Born J, Kern W
Intranasal Insulin Reduces Body Fat in Men but not in Women
Diabetes 53:3024-3029, 2004


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