diabetes-world.net: Intranasales Insulin reduziert den Körperfettanteil

08.06.2005, 16 Uhr


(press1) - News von http://www.diabetes-world.net
Von Dipl. oec. troph. Monika Haas

Die Lübecker Forschungsgruppe um Manfred Hallschmidt (Institut für Neuroendokrinologie sowie Medizinische Klinik I der Universität Lübeck) konnte zeigen, dass intranasales Insulin den Körperfettanteil von Männern, nicht aber von Frauen senkt. Die Arbeit wurde von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft mit dem 2.600 Euro dotierten Silvia-King-Preis ausgezeichnet.

Insulin übt im zentralen Nervensystem eine Vielzahl von Funktionen aus. Unter anderem kann dadurch die Nahrungsaufnahme reduziert sowie das Körpergewicht gesenkt werden. Aufgrund dessen kann es als Adipositas-Signal bewertet werden. Nach intranasaler Applikation tritt Insulin in die cerebrospinale Flüssigkeit über, verändert dort die Hirnfunktionen, ohne dass es in größeren Mengen in den Blutkreislauf gelangt.

In dieser Studie wurden die Effekte einer achtwöchigen intranasalen Insulinapplikation (4 x 40 IU/Tag) bzw. Placebo in zwei Gruppen an gesunden Probanden (jeweils 12 Männer und acht Frauen) untersucht.

Ergebnisse:
Die Insulinbehandelten Männer verloren 1,28 kg Körpergewicht und 1,38 kg Körperfett. Ihr Hüftumfang verringerte sich um 1,63 cm. Die Plasma-Leptinspiegel sanken um durchschnittlich 27 %.

Im Gegensatz dazu, konnten die mit Insulin behandelten Frauen ihr Körperfett nicht reduzieren. Sie erhöhten sogar ihr Körpergewicht um 1,04 kg durch die Zunahme an extrazellulärem Wasser.

Die Ergebnisse lassen einen ersten Rückschluss darauf zu, dass Insulin auch beim Menschen als negatives Feedback-Signal in der Regulation der Adipositas agiert. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass eine unterschiedliche geschlechtsspezifische Sensitivität hinsichtlich des katabolen Effekts von Insulin existiert.


Quelle:
Hallschmid H, Benedict C, Schultes B, Fehm HL, Born J, Kern W
Intranasal Insulin Reduces Body Fat in Men but not in Women
Diabetes 53:3024-3029, 2004


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