Morgen: dmmv-Panel zum Thema "Mobile Internet- ein Hype ohne Business Model?"

17.10.2001, 13 Uhr


PRESSEMITTEILUNG
Duesseldorf, 17. Oktober 2001

Starke Praesenz des dmmv auf der SYSTEMS und Medientagen Muenchen

Morgen: dmmv-Panel zum Thema "Mobile Internet- ein Hype ohne Business Model?"

(press1: iBOT) - Auf der diesjaehrigen SYSTEMS, der internationalen Fachmesse fuer Informationstechnologie und Telekommunikation, vom 15. - 19. Oktober in Muenchen, praesentiert sich der dmmv in diesem Jahr gleich mehrfach an unterschiedlichen Standorten: In der "Streaming Area" (Halle C1.150-06) mit einem eigenen Informationsstand, im Bereich "Software Solution Area" (Halle A3.362-03) beim Stand des VSI, Verband der Softwareindustrie e.V., sowie auf der "Pixel Internet Stage" (Halle B1.560). Damit begegnet der dmmv dem hohen Interesse an der Systems und der Bedeutung von Muenchen als E-Business- und Medienstandort. Auch die Medientage Muenchen sind fuer den dmmv wieder ein guter Anlass dem Zukunftsthema "Mobile Internet" Gewicht zu verleihen. Unter der Leitung von Prof. Knut Foeckler (Leiter des dmmv-Arbeitskreises Mobile Internet, veranstaltet der dmmv am 18. Oktober von 16:00 - 18:00 Uhr ein Panel zum Thema "Mobile Internet- ein Hype ohne Business Model?".

Duesseldorf, 17.10.01 - GPRS ist ein bedeutender Schritt in die Zukunft des mobilen Internets. "Being always on" - also immer erreichbar und mit aktuellen Daten versorgt aufgrund hoher Uebermittlungsgeschwindigkeiten - das sind auf den ersten Blick die Vorteile und damit Meilensteine dieser Zukunftstechnologie. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Diese Erfahrung mussten einige Unternehmen machen, die in den letzten Jahren auf Technologie-Hypes setzten. Es stellt sich also auch beim Mobile Internet die Frage: Hype oder interessantes Businessmodell mit Zukunftsperspektiven? Weiterhin muss definiert werden, welche Rahmenbedingungen fuer mobile-internettaugliche Businessmodelle geschaffen werden muessen.

Nicht nur, dass die derzeitige Preisgestaltung die breite Entwicklung von mobilen Dienstleistungen noch immer hemmt. Ein besonderer Augenmerk ist vielmehr wieder einmal auf fehlende politische Rahmenbedingungen zu legen: So forderte der dmmv u.a. bereits vor einigen Monaten, dass das E-Commerce-Gesetz den Bedingungen des Mobile Internets angepasst werden muesse. Denn die Regelung zur Anbieterkennzeichnung im E-Commerce-Gesetz verpflichtet E-Commerce-Anbieter, fuer ihre Kunden eine Reihe von Informationen jederzeit online verfuegbar zu halten. Eine Verpflichtung, die der dmmv unterstuetzt. Allerdings sei der betreffende Paragraph 6 nicht technologieoffen genug, da er nur fuer die Internetnutzung am PC praktikabel sei. "Fuer mobile E-Commerce-Anwendungen enthaelt der Paragraph einen regelrechten Horrorkatalog", betonte Felsenberg (Vize Praesident/Geschaeftsfuehrer dmmv). Diese sehr umfangreichen Informationen auf einem maximal neun Quadratzentimeter grossen Mobile-Internet-Display anbieten zu muessen, draenge den Mobilen Internethandel in die Illegalitaet. Der dmmv forderte den Bundestag auf, die entsprechende Passage im Gesetz um die Formulierung "...soweit technisch darstellbar ..." zu ergaenzen, bzw. eine verkuerzte Fassung mit Angabe von Firma, Firmensitz und Geschaeftsfuehrer zuzulassen. Eine öffentliche Anhoerung zum EGG hat bisher nur zum Herkunftslandprinzip stattgefunden. Auf die uebrigen vom dmmv genannten Punkte - insbesondere zum Thema "Mobile Commerce" und zu den Regelungen zur Verantwortlichkeit und Kenntniserlangung (§§ 8 und 11 TDG) wurde bisher nicht eingegangen.

Nur, indem diese Rahmenbedingungen veraendert werden, koennen nutzungsfreundliche und profitable Mobile-Commerce-Dienstleistungen entwickelt werden. Nur so koennen die notwendigen Investitionen in den Zukunftsmarkt Mobiles Internet ausgeloest und der noch bestehende Vorsprung im internationalen Wettbewerb der Mobilen Kommunikation gehalten und ausgebaut werden.

"Fakt ist, mit dem Massenmedium Handy ist eine Technik vorhanden, die der gesellschaftlichen Tendenz zu einer steigenden Mobilitaet entspricht. Es waere nun aber zu leicht, vor alte Internet-Geschaeftsideen nur ein "M" fuer Mobile setzen und auf den grossen Geldfluss zu hoffen. Manche Meldungen bzw. Prognosen zum Thema M-Commerce erinnern an die golden Versprechungen des Internet-Hypes vor zwei Jahren. Dabei haetten wir jetzt doch die Chance, aus den Fehlern und Erkenntnissen der juengsten Vergangenheit zu lernen.", so formuliert Prof. Knut Foeckler (CEO wireless vision AG, Muenchen) bereits einen kleinen Einblick in das dmmv-Panel "Mobile Internet":

Wie diese Businessmodelle aussehen koennen diskutieren
· Prof. Knut Foeckler (wireless vision AG, Muenchen) / Moderation,
· Ralph Berchtenbreiter (Head of Strategy CRM bei den argonauten, Muenchen),
· Ingo Lippert (Vorstand und Gruender Mindmatics AG, Muenchen),
· Claudia Poepperl (Geschaeftsfuehrerin Universal Communication Plattform UCP, Berlin),
· Oliver Samwer (Vorstand Jamba! AG, Berlin),
· Prof. Dr. Claus Sattler (Geschaeftsfuehrer Eutelis Consult GmbH, Ratingen /Berlin)

im dmmv-Panel zum Thema "Mobile Internet- ein Hype ohne Business Model?" am 18. Oktober 2001, 16:00-18:00 Uhr auf den Medientagen Muenchen im ICM.


dmmv-Facts: Der Arbeitskreis Mobile Internet beschaeftigt sich mit folgenden Themen:

· Schluesseltechnologien (u.a. Uebertragungsstandards, Datentechnologien, Sicherheitstechnologien, Abrechnungssysteme, Bandbreiten, WAP, GRPS, UMTS)
· Schnittstellendefinitionen
· Content (u.a. Umsetzung, Mehrfachverwertung, rechtliche Implikationen)
· Lokalisierung / Personalisierung (u.a. Standards, rechtliche Problematik)
· Marketing / Werbung (u.a. Werbeformen, Messung, Abrechnung, Marketingansaetze)

Kontakt: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Claudia Straesser / Tel. 0211 - 600 456-26; Fax: -33 / mailto: truchsess@dmmv.de