diabetes-world.net: Diabetesrisiko und Schlaf

20.06.2005, 10 Uhr


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Von Redaktion diabetes-world.net

Einige bereits durchgeführte Studien belegen die Assoziation der Schlafrestriktion mit dem Auftreten einer gestörten Glukosetoleranz. Dennoch ist wenig bekannt hinsichtlich der metabolischen Effekte durch habituellen Schlafmangel, so dass es Ziel dieser Studie war, im Rahmen eines Cross-sectional Studiendesigns den Effekt der Schlafdauer hinsichtlich des Diabetesrisikos und einer gestörten Glukosetoleranz zu untersuchen. Im Rahmen der Sleep Heart Health Study , einer prospektiven Studie hinsichtlich kardiovaskulärer Konsequenzen bei Patienten mit Schlafapnoe, wurden mittels standardisierter Fragebögen insgesamt 722 Männer und 764 Frauen (Alter 53-93 Jahre) zu ihren Schlafgewohnheiten befragt. Die Korrelation zwischen dem Diabetesrisiko bzw. der Glukosetoleranzstörung und den Schlafgewohnheiten wurde mittels einer logistischen Regressionsanalyse, angepasst an das Alter, Geschlecht, Rasse, sowie einem Apnoe/Hypopnoe-Index, untersucht.

Ergebnisse:
Die Autoren dieser vor kurzem publizierten Studie konnten zeigen, dass die durchschnittliche Schlafdauer 7 Stunden betrug, 27,1 % schliefen weniger als 5 Stunden pro Nacht. Diejenigen mit einer Schlafdauer von 6 oder weniger Stunden hatten im Vergleich zu jenen mit 7-8 Stunden Schlaf ein signifikant erhöhtes Diabetesrisiko mit einer Odds Ratio von 2,51 (95% Confidence Interval, 1,57-4,02), bei einer Schlafdauer von weniger als 6 Stunden betrug die Odds Ratio 1,66 (95% Confidence Interval, 1,15-2,39). Die Odds Ratio für eine Glukoseintoleranz betrug 1,33 (95% Confidence Interval, 0,83-2,15) und 1,58 (95% Confidence Interval, 1,15-2,18). Aber auch diejenigen mit einer Schlafdauer von mehr als 9 Stunden, wiesen wieder ein erhöhtes Diabetesrisiko auf! Zusammenfassend konnte gezeigt werden, dass sowohl eine Schlafdauer von weniger als 6 Stunden, wie auch mehr als 9 Stunden mit einer erhöhten Prävalenz für eine Glukosetoleranzstörung und einer Diabetesentwicklung assoziiert ist, so dass anzunehmen ist, dass freiwilliger Schlafmangel eine große gesundheitspolitischen Bürde hinsichtlich der Diabetesentwicklung darstellt.

Mit freundlicher Genehmigung von Diabetes Highlights.

Quelle:
Gottlieb DJ, Punjabi NM, Newman AB, Resinck HE, Redline S, Baldwin CM, Nieto Association of Sleep Time With Diabetes Mellitus And Impaired Glucose Tolerance
Arch Intern Med 2005 Apr 25 ;165(8) :863-7


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