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Neue Studie: Bei Rückenleiden helfen starke Opioide

(press1) - Effektive Schmerztherapie erhöht Lebensqualität / Patienten kommen mit Oxycodon sehr gut zurecht

Limburg, 6. Dezember 2005 (dk) - Fehlhaltungen und krankhafte Veränderungen an der Wirbelsäule gehören zum Bild der modernen Zivilisationsgesellschaft. Häufig führen sie zu starken bis stärksten Rückenbeschwerden. Rund ein Drittel der Deutschen ist nach einer Emnid-Umfrage betroffen. "Eine ausreichende Schmerztherapie verbessert die Lebensqualität dieser Menschen", erklärt Dr. med. Theodoros Theodoridis von der orthopädischen Universitätsklinik Bochum. Das Maß an Schmerzlinderung hänge dabei unter anderem von der Wahl der richtigen Medikation ab. "Bei starken Schmerzen sollten rechtzeitig starke Opioide eingesetzt werden." Dies belegt eine neue Studie mit 98 Rückenschmerz-Patienten, die bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie in Berlin vorgestellt wurde: Erhielten die Studienteilnehmer vierzehn Tage lang das retardierte Opioid Oxycodon, nahmen ihre Schmerzen um über 50 Prozent ab. "Diese Behandlung war aber nicht nur sehr gut wirksam. Sie war zudem auch sehr gut verträglich", so Studienautor Theodoridis. Grund genug für die Studienteilnehmer, mit der gewählten Medikation zufrieden zu sein: "Keiner der mit dem starken Opioid behandelten Patienten wollte oder musste zu einem anderen Schmerzmittel wechseln."

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Erhielten sie dagegen ein schwächeres Schmerzmittel, zum Beispiel ein entzündungshemmendes NSAR oder ein schwaches Opioid, gingen die Schmerzen nur um 42 bzw. 36 Prozent zurück. Jeder Fünfte dieser Patienten entschied sich im Verlauf der Behandlung für das starke Opioid. "Man kann leicht nachvollziehen, dass Menschen mit starken Schmerzen eine Medikation bevorzugen, bei der die Schmerzen so weit wie möglich reduziert werden und keine Nebenwirkungen auftreten", erklärt Theodoridis den Therapiewechsel von Nicht- und schwachen Opioiden zu Oxycodon während der Studie. Bei NSAR müsse man zudem bedenken, dass diese Präparate die Organe schädigen und langfristig Nebenwirkungen verursachen.

"Eine effektive Schmerztherapie verhindert nicht nur unnötiges Leiden", so Theodoridis weiter. Auch trage sie wesentlich dazu bei, dass Menschen mit Rückenschmerzen wieder aktiv sein können. "Viele Rückenleiden resultieren aus krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule", erklärt der Experte. "Die Behandlung wird dann meist mit mobilisierenden Maßnahmen unterstützt, zum Beispiel mit Krankengymnastik. Daran können Betroffene jedoch erst teilnehmen, wenn ihre Schmerzen soweit gelindert sind, dass sie sich wieder richtig bewegen können." Dies zeigen auch die Ergebnisse der Studie. "Erhielten die Patienten das starke Opioid Oxycodon, konnten sie die Physiotherapie deutlich besser absolvieren als mit weniger wirksamen Schmerzmitteln", so Theodoridis.

Die Studie habe deutlich gemacht, dass besonders bei starken Schmerzen starke Opioide eine effektive Therapie ermöglichen. "Sie bewirken eine stärkere Schmerzlinderung als Nicht- oder schwache Opioide und sind besonders im Vergleich zu NSAR auch besser verträglich", bilanziert der Experte. Deshalb sei es sinnvoll, möglichst früh in die Opioid-Therapie einzusteigen. "Auf diese Weise wird die Lebensqualität betroffener Menschen schneller verbessert, und sie können wieder aktiv am Leben teilnehmen." Durch den frühen Einstieg bliebe den Patienten außerdem erspart, dass sie von einem schwachen Opioid, wenn es den Schmerz nicht mehr ausreichend lindert, zu einem starken Opioid wechseln müssen.

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Abdruck honorarfrei / Beleg erbeten

Quelle:
Symposium "Neue Erkenntnisse in der medikamentösen Behandlung des radikulären und pseudoradikulären Wirbelsäulenschmerzes", 21. Oktober 2005, 1. Gemeinsamer Kongress Orthopädie-Unfallchirurgie 2005, Internationales Congress Centrum Berlin

Herausgeber:
Mundipharma GmbH, Mundipharmastraße 2,
65549 Limburg a.d. Lahn
www.mundipharma.de

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